„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu Worten. Achte auf deine Worte, denn sie werden zu Taten …“, so beginnt ein altes Sprichwort aus dem Talmud. Gedanken, Worte und Taten werden in dieser Tradition als die drei Kleidungsstücke oder Hüllen der Seele bezeichnet. Ganz ähnlich wie die Kleider, die wir tragen, uns zu den Leuten machen, die wir sind, bestimmen die drei Hüllen der Seele darüber, wie wir wahrgenommen werden und wie wir uns selbst wahrnehmen. Das Sprichwort erinnert zudem auch daran, dass wir in Wirklichkeit mehr sind als lediglich Gedanken, Worte und Taten, und weist auf die Möglichkeit hin, Dinge auf einer tieferen Ebene des Seins neu oder anders zu tun, auch wenn solche Veränderungen gewiss nicht so einfach sind wie das Ausziehen alter oder das Anziehen neuer Kleider. Und so mancher mag sich zurecht fragen, wo man anfangen sollte in diesem kontinuierlichen Prozess, in dem die Gedanken wie Wellen aus dem Feinstofflichen aufsteigen, sich vor dem geistigen Auge manifestieren und dann in unseren Worten und Handlungen in der Außenwelt Gestalt annehmen.

In östlichen Weisheitslehren wird in diesem Zusammenhang manchmal vom inneren Meister gesprochen, jener inneren Instanz, die mit unserem höheren Selbst in Verbindung steht und die uns darin unterstützen kann, unser Tun mit unseren Worten und unseren Gedanken in Einklang zu bringen. Der innere Meister wird dabei klassischerweise als Reisender einer von einem Wagenlenker gesteuerten und von Pferden gezogenen Kutsche dargestellt.

Im Bild der Kutsche symbolisieren die Pferde unsere Sinne und Emotionen, sie sind jene Instanz, durch die wir direkt mit der Welt in Verbindung treten. Über die Zügel sind die Pferde zudem mit dem Wagenlenker verbunden. Der Wagenlenker versucht die Kutsche mit den Regeln der Vernunft zu steuern und entspricht in diesem Bild unserem Verstand. Der innere Meister schließlich, der das Ziel bereits kennt, sitzt beobachtend im Inneren des Wagens.

Im Idealfall bilden Passagier, Wagenlenker und Pferde ein harmonisches Ganzes, möglicherweise will aber auch der Wagenlenker in die eine Richtung, während die Pferde in eine andere galoppieren, oder der Wagenlenker hat es eilig, die Pferde möchten aber lieber eine saftige Weide abgrasen. Im Verlauf der Reise kann es so vorkommen, dass die Kutsche bei der Fahrt Schaden nimmt, die Pferde (unsere Sinne und Emotionen) ermüden und der Wagenlenker (unsere Intelligenz) resigniert aufgibt. Und je turbulenter es zugeht, desto unwahrscheinlicher wird es, dass auf den inneren Meister im Inneren des Wagens geachtet wird.

Vereinfacht gesagt, könnte man die Verbindung von Pferden und Wagenlenker mit der Trennung von Verstand und Gefühl assoziieren und an Yin und Yang denken oder auch an Shiva und Shakti, jene gegensätzlichen Energiepole, die erst gemeinsam ein harmonisches Ganzes ergeben. Aus dieser Sicht ließe sich sagen, dass der innere Meister als eine Art Vermittler fungiert, ähnlich wie jene Linie, die Yin und Yang verbindet. Man könnte den inneren Meister so als eine sehr feine Energie verstehen, die sowohl mit Yin als auch mit Yang in Berührung steht und über den feinstofflichen Bereich jenseits der Dualität mit unserem Verstand und unserem Gefühl in Verbindung treten kann. Wenn wir innehalten und unsere Aufmerksamkeit von den Dingen lösen, die uns beschäftigen, können wir den inneren Meister auch im Alltag vernehmen. Auch wenn das nicht immer leicht ist, so ist es doch in einem anderen Sinne des Wortes ganz einfach, da es nichts weiter erfordert, als uns zurückzunehmen, zurückzutreten und ganz der eigenen Intuition zu lauschen.

In Verbindung mit Aura-Soma kann der innere Meister uns bei der Wahl der Farben unterstützen und helfen, über den Spiegel der Farben zu unseren ursprünglichen Energien zurückkehren. Vielleicht könnte man sagen, dass der innere Meister immer bei uns ist, seine feinen Energien allerdings allzu oft überdeckt werden und es insofern an uns selbst liegt, ihm den Raum und die Möglichkeit zu geben, sich zu zeigen.

Farbenfrohe Gedanken

Eure Deva Bodha

 

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